Neues aus dem Filmarchiv – 31.03.2015

1919, ein Jahr nach Kriegsende, schlug der „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge“ den Volkstrauertag als Gedenktag für die gefallenen deutschen Soldaten des Ersten Weltkrieges vor. Ab 1926 wurde er regelmäßig am fünften Sonntag vor Ostern begangen.

Die Nationalsozialisten legten ihn als staatlichen Feiertag fest und benannten ihn am 27. Februar 1934 per Gesetz in „Heldengedenktag“ um. Träger der von Reichspropagandaminister Dr. Goebbels erlassenen Durchführungsbestimmungen waren die Wehrmacht und die NSDAP.

Ein Film, den wir im Nachlass eines Amateurs fanden, zeigt, wie dieser Tag auch in kleinsten Orten feierlich begangen wurde. Leider konnten wir bisher nicht feststellen, in welchem Ort die Aufnahmen gedreht wurden. Für entsprechende Hinweise sind wir daher dankbar.

Neues aus dem Filmarchiv – 27.03.2015

In La Rochelle-La Pallice, am Atlantik im Golf von Biscaya, baute die Organisation Todt ab April 1941 einen der größten U-Boot-Bunker der Deutschen Kriegsmarine. Farbfilme aus dem Nachlass eines beteiligten Ingenieurs sind bereits in unserem Archiv vorhanden. Aktuell wurde uns ein weiterer Film von den Bauarbeiten mit gut gedrehten schwarz/weiß-Aufnahmen überlassen.

Neues aus dem Filmarchiv – 20.03.2015

Wo einst ein Steinbruch und von 1933 bis 1935 ein Arbeitslager waren, befindet sich seit 1939 ein Naherholungsgebiet für Blumen- und Gartenfreunde: der Killesbergpark in Stuttgart. Schon 1937 hatten Gärtner damit begonnen, das Gelände in felsiger Höhe anzulegen. Zwei Jahre lang bewegten sie mit einfachem Werkzeug und Pferdefuhrwerken 500 000 Kubikmeter Boden, schufen ein Wegenetz von 15 Kilometern, eine 29 Hektar große Pflanzfläche und 15 Hektar Rasen. Weitere 5000 Quadratmeter beanspruchen Natursteinmauern und Treppen.

Die Pflanzaktion mit 50 000 Rosen, 20 000 Büschen, 120 000 Blumenzwiebeln, 800 000 Frühjahrs- und Sommerblumen und 1000 großen Bäume bildeten das Fundament für die am 22. April 1939 feierlich eröffnete Reichsgartenschau.

Nur wenige Monate später, am 2. September wurde die Ausstellung wegen der „gegenwärtigen Umstände“ wieder geschlossen. Der Feldzug gegen Polen setzte andere Schwerpunkte. Im Laufe der Krieges zerstörten zahlreiche Bombentreffer das Gelände.

Neues aus dem Filmarchiv – 17.03.2015

Filme sind unersetzliche Quellen, um nachvollziehen zu können, wie das Leben unserer Eltern und Großeltern verlief. Ein begabter Amateurfilmer hielt 1939 auf einem ca. 10 Minuten langen Farbfilm das Privatleben einer begüterten Familie im österreichischen Inn-Viertel fest. Ein wertvolles Zeit-Dokument, das auch durch seine Farbqualität besticht.

Neues aus dem Filmarchiv – 13.03.2015

Unmittelbar nach dem Anschluss Österreichs an das deutsche Reich begann die umfassende Neuorganisation und Ausrichtung aller staatlichen Einrichtungen. Ein von uns neu erworbener schwarz-weiß Film eines österreichischen Filmamateurs zeigt die Vereidigung der Wiener Polizei im März 1938.