Neues aus dem Filmarchiv – 26.06.2015

Am 8. Juni 1940 versenkten die deutschen Schlachtschiffe Scharnhorst und Gneisenau in der Höhe von Harstad/Norwegen das britische Kriegsschiff Glorious (englisch für „ruhmreich“). Es wurde während des Ersten Weltkriegs als „Großer Leichter Kreuzer“ gebaut und danach in einen Flugzeugträger der Courageous-Klasse umgerüstet.

Eines der Begleitfahrzeuge der Glorious, der Zerstörer Arcasta, konnte einen Torpedofächer abfeuern, von dem ein Torpedo die Scharnhorst unterhalb des achteren Drillingsturms traf und 48 Tote forderte. Das durch den Torpedotreffer gerissene Leck war zwölf Meter lang und vier Meter hoch. Wegen der Schäden brach Admiral Wilhelm Marschall die Unternehmung ab. Die deutschen Schiffe liefen am nächsten Tag in Trondheim ein, wo im Lofjord die notwendigen Reparaturen durchgeführt wurden.

Ein von uns neu gefundener Amateurfilm zeigt die Scharnhorst im Hafen von Drontheim und den Treffer des englischen Torpedos im Achterschiff. Das Einschlagsloch wurde später mit einem Tuch verhängt.

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Neues aus dem Filmarchiv – 19.06.2015

Wunderbar erhaltene Farbfilmaufnahmen aus Frankenberg in Sachsen. Der etwa zehn Minuten lange Film zeigt die Einrichtung und Eröffnung eines Lebensmittelladens im Jahre 1940. Von besonderem Interesse sind die zahlreichen Details: Werbung für verschiedene Produkte und die Lebensmittelkarten/Bezugsscheine.

Lebensmittelkarten erhielt jeder „Volksgenosse“; sie wurden für einen Monat ausgegeben und richteten sich nach der Tätigkeit des Einzelnen: so hatte beispielsweise ein Schwerarbeiter Anspruch auf eine größere Zuteilung als jemand, der eine Bürotätigkeit ausübte.

Die Farbe der Karte änderte sich jeden Monat. Die nicht eingelösten Marken wurden mit dem 1. Tag des neuen Monats ungültig.

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Neues aus dem Filmarchiv – 09.06.2015

Sommer 1940: Nach der Eroberung Norwegens paradieren deutsche Heeres- und Marine-Einheiten in Drontheim vor Eduard Dietl. Dietl war im Rahmen des Unternehmens „Weserübung“ im April 1940 mit 2.000 Mann seiner Division in Narvik gelandet, wo er drei Monate lang in schwere Kämpfe mit den Alliierten verwickelt war. In der „Schlacht um Narvik“ behaupteten sich 2.000 Gebirgsjägern und 2.500 Marinesoldaten gegen eine vielfache britische Übermacht. Dafür erhielt Dietl das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und wurde zum Generalleutnant ernennt. Am 19. Juli 1940 folgte die Auszeichnung mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz und die Beförderung zum General der Gebirgstruppe.

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