Am 27. Oktober 1939 wurde der Kommandeur der 7. Fliegerdivision, Generalmajor Kurt Student, zu einer geheimen Sitzung in die Reichskanzlei nach Berlin gerufen. Anwesend bei diesem geheimen Gespräch waren neben Adolf Hitler nur Generaloberst Wilhelm Keitel als Chef des Oberkommandos der Wehrmacht sowie Student selbst.
Hitler äußert seine Vorstellungen über Fallschirm- und Luftlandeunternehmen im Bereich Gent in Ostflandern mit dem Ziel, mit Lastensegler das Fort Eben Emael sowie die Brücken über den Albert-Kanal zu erobern. Am 10. Mai, dem Tag des Angriffs, landeten gegen 5.30 Uhr neun Lastensegler auf dem Dach des Forts. Innerhalb von zehn Minuten hatten die Pioniere alle Panzertürme sowie weitere Kuppeln und Werke mit Hohlladungen ausgeschaltet. Wucht und Lärm der Detonationen sowie der Einsatz von Nebelgranaten verunsicherten die Verteidiger so, dass sie sich in die tieferen Stollen der Festung zurückzogen. Im Morgengrauen des 11. Mai 1940 erreichte der erste Stoßtrupp der bereitstehenden deutschen Wehrmacht, das Inf.-Rgt. 151 über Land das Sperr-Fort Eben Emael. Um 13:30 Uhr ergaben sich rund 1200 belgische Soldaten der deutschen Wehrmacht. Das handstreichartige Unternehmen wurde noch bis zum Ende des Frankreichfeldzuges geheim gehalten. Die gefangenen Soldaten wurden in isolierten Lagern bewacht.
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