Am 23. Mai 1963 begeht die Thüringische Stadt Pößneck den „Tag der Völkerfreundschaft“. Die angereisten Gäste kommen nicht nur aus den osteuropäischen „Bruderstaaten“ der DDR, sondern auch aus Algerien, Dahomé, Gambia, Ghana, Guinea, Indien, Kamerun, Kenia, Mozambique, Somalia, dem Sudan, Südafrika und Venezuela. Insbesondere die Afrikaner wecken das Interesse der Bevölkerung und des Hobbyfilmers, der das Ereignis auf schwarzweißem 16-mm-Film festhält.
Mit propagandistisch wirksamen Veranstaltungen wie dieser trug die DDR die antiimperialistische und antikolonialistische Leitidee ihrer Außenpolitik auch nach innen zur Schau. In den 1960er Jahren, während der Hochphase der Dekolonisierung, erklärt sich die SED-Führung solidarisch mit den nationalen Befreiungsbewegungen in Afrika und der Dritten Welt und erhofft sich im Gegenzug diplomatische Anerkennung durch die postkolonialen Staaten.
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